GRINDMIND · Technischer Rechner
Schleifprozesse
präzise berechnen.
Ein leistungsfähiges Berechnungswerkzeug für Kinematik, Abrichten, Produktivität, Verschleiß, Kühlschmierstoff, Werkzeugauslegung und Qualitätsbewertung.
und nachvollziehbar
Die Ergebnisse unterstützen die strukturierte Vorausberechnung. Sie ersetzen keine Maschinenversuche, Sicherheitsprüfung oder anwendungstechnische Freigabe. Zulässige Drehzahlen und Prozessgrenzen sind immer anhand der realen Anwendung, Werkzeugkennzeichnung, Maschinendokumentation und Herstellerangaben zu verifizieren.
01KinematikSchnittgeschwindigkeit und DrehzahlBestimmt die Umfangsgeschwindigkeit und die erforderliche Drehzahl für einen vorgegebenen Sollwert.
vc = π · ds · ns / 60 000Ergebnis
Eingaben prüfen und anschließend die Berechnung starten.
Das Ergebnis ist keine Freigabe einer zulässigen Drehzahl. Maßgeblich bleiben Werkzeugkennzeichnung, Maschinendokumentation und Herstellerfreigabe.
02KinematikWerkstückgeschwindigkeitBerechnet die Umfangsgeschwindigkeit eines rotierenden Werkstücks und die Drehzahl für einen Sollwert.
vw = π · dw · nw / 1 000Ergebnis
Eingaben prüfen und anschließend die Berechnung starten.
Für translatorische Verfahren ist die reale Vorschubgeschwindigkeit direkt einzugeben. Schlupf und kinematische Besonderheiten sind gesondert zu berücksichtigen.
03KinematikGeschwindigkeitsverhältnis beim SchleifenSetzt Schnittgeschwindigkeit und Werkstückgeschwindigkeit einheitenrichtig ins Verhältnis.
qs = vc / (vw / 60)Ergebnis
Eingaben prüfen und anschließend die Berechnung starten.
Die hier ausgegebene Betragsgröße beschreibt das kinematische Verhältnis. Vorzeichenkonventionen und Bewegungsrichtungen sind verfahrensbezogen zu dokumentieren.
04AbrichtenGeschwindigkeitsverhältnis beim AbrichtenBerechnet beide Umfangsgeschwindigkeiten und das vorzeichenbehaftete Abrichtverhältnis.
qd = vrd / vsErgebnis
Eingaben prüfen und anschließend die Berechnung starten.
Die Vorzeichenkonvention muss mit der im Betrieb verwendeten Definition abgeglichen werden. Entscheidend ist die tatsächliche Bewegungsrichtung beider Oberflächen am Kontaktpunkt.
05AbrichtenAbrichtüberdeckungsgradBestimmt Vorschub je Scheibenumdrehung, Überdeckungsgrad und theoretische Abrichtzeit.
Ud = bd · ns / vfdErgebnis
Eingaben prüfen und anschließend die Berechnung starten.
Die wirksame Abrichterbreite ist nicht zwangsläufig mit einer geometrischen Gesamtbreite identisch. Kinematik, Eingriffsgeometrie und Abrichterzustand sind zu berücksichtigen.
06ProduktivitätSpezifisches ZeitspanvolumenBerechnet den auf die Schleifbreite bezogenen Werkstoffabtrag.
Q′w = ae · vwErgebnis
Eingaben prüfen und anschließend die Berechnung starten.
Die Beziehung gilt unmittelbar für eine geeignete ebene Prozessdarstellung. Bei Rundschleifverfahren müssen Zustellung, Kontaktgeometrie und Bezugsbreite verfahrensgerecht definiert werden.
07ProduktivitätGesamtes ZeitspanvolumenErmittelt den theoretischen Volumenstrom des abgetragenen Werkstoffs.
Qw = ae · bw · vwErgebnis
Eingaben prüfen und anschließend die Berechnung starten.
Das Ergebnis ist ein geometrischer Sollwert. Elastische Verformung, Ausfunken, Unterbrechungen und tatsächliche Eingriffsverhältnisse sind nicht enthalten.
08ProduktivitätAbtragsvolumen am WerkstückBerechnet den geometrischen Materialabtrag für ebene oder zylindrische Werkstücke.
Ebene Fläche: Vw = A · a | Zylinder: Vw = π/4 · (D0² − D1²) · bErgebnis
Eingaben prüfen und anschließend die Berechnung starten.
Nuten, Bohrungen, Fasen, unterbrochene Flächen und Formprofile müssen über die tatsächlich bearbeitete Fläche beziehungsweise das reale Differenzvolumen berücksichtigt werden.
09ProduktivitätSchleifzeit und TaktleistungVerknüpft Abtragsvolumen, Zeitspanvolumen und Nebenzeiten zu einer theoretischen Taktleistung.
tH = Vw / Qw | tTakt = tH + tAusfunken + tNebenErgebnis
Eingaben prüfen und anschließend die Berechnung starten.
Beschleunigungsrampen, Messzyklen, Werkstückhandhabung, Abrichtanteile, Störungen und Verfügbarkeitsverluste müssen für eine reale Kapazitätsplanung ergänzt werden.
10ProduktivitätSchleifleistungBestimmt die mechanische Leistung aus Tangentialkraft und Schnittgeschwindigkeit.
Pc = Ft · vcErgebnis
Eingaben prüfen und anschließend die Berechnung starten.
Bei der Auswertung gemessener Spindelleistung ist die Leerlaufleistung abzuziehen. Dynamische Lastspitzen und der tatsächliche Wirkungsgrad des Antriebs sind gesondert zu prüfen.
11ProduktivitätSpezifische SchleifenergieBezieht die wirksame Schleifleistung auf den Werkstoffvolumenstrom.
u = Pc / QwErgebnis
Eingaben prüfen und anschließend die Berechnung starten.
Vergleiche sind nur bei konsistenter Leistungsbestimmung und vergleichbaren Prozesszuständen belastbar. Leerlaufleistung und Nebenaggregate dürfen nicht unkontrolliert einfließen.
12Verschleiß und KostenSchleifscheibenverschleiß und ReststandzeitBestimmt radialen Verschleiß, Verbrauchskennwerte und eine lineare Reststandzeitprognose.
ars = (Dvorher − Dnachher) / 2Ergebnis
Eingaben prüfen und anschließend die Berechnung starten.
Die Reststandzeit ist ausschließlich eine lineare Extrapolation. Prozessänderungen, Profilgrenzen, Grundkörpergeometrie, Abrichtstrategie und Sicherheitsabstände können die reale Nutzbarkeit begrenzen.
13Verschleiß und KostenSchleifverhältnis GSetzt abgetragenes Werkstoffvolumen und verbrauchtes Schleifscheibenvolumen ins Verhältnis.
G = Vw / VsErgebnis
Eingaben prüfen und anschließend die Berechnung starten.
Das berechnete Verbrauchsvolumen setzt einen gleichmäßigen Umfangsverschleiß über die eingegebene Breite voraus. Profilverschleiß und lokaler Abrichtabtrag verlangen eine geometrisch genauere Erfassung.
14Verschleiß und KostenWerkzeugkosten und WirtschaftlichkeitBerechnet Werkzeug, Maschinen und Gesamtkosten je Gutteil auf einer einheitlichen Basis.
Kosten/Gutteil = (Werkzeug + Abrichten + Maschinenzeit) / GutteileErgebnis
Eingaben prüfen und anschließend die Berechnung starten.
Personal, Energie, Kühlschmierstoff, Instandhaltung, Kapitalbindung, Rüstkosten und ungeplante Stillstände sind nur enthalten, wenn sie sachgerecht im Maschinenstundensatz abgebildet wurden.
15Kühlschmierstoff und KontaktKühlschmierstoff, Düse und WärmebilanzBestimmt Düsenquerschnitt, mittlere Austrittsgeschwindigkeit, Tankumlauf und ideale Temperaturerhöhung.
V̇ = A · v | ΔT = P / (ṁ · cp)Ergebnis
Eingaben prüfen und anschließend die Berechnung starten.
Die Berechnung bildet einen idealisierten, vollständig gefüllten Düsenquerschnitt ab. Druckverluste, Kontraktion, Luftanteil, Viskosität, Rückströmung und reale Wärmeaufteilung bleiben unberücksichtigt.
16Kühlschmierstoff und KontaktGeometrische KontaktlängeBerechnet eine vereinfachte geometrische Kontaktlänge für Flach, Außenrund und Innenrundschleifen.
lg ≈ √(deq · ae)Ergebnis
Eingaben prüfen und anschließend die Berechnung starten.
Die reale Kontaktlänge kann durch elastische Verformung, Topografie, Kräfte, Kühlschmierstoff und Maschinensteifigkeit größer sein. Das Ergebnis ist eine geometrische Näherung.
17Werkzeug und SchneidstoffSchleifbelagvolumenBerechnet das Belagvolumen typischer Umfangs, Flächen und Ringgeometrien.
V = π/4 · (D² − d²) · bErgebnis
Eingaben prüfen und anschließend die Berechnung starten.
Profilierungen, Segmentierung, Nuten, Bohrungen, Fasen und herstellungsbedingte Übergänge sind vom geometrischen Bruttovolumen abzuziehen.
18Werkzeug und SchneidstoffKonzentration und SchneidstoffmengeSchätzt Schneidstoffvolumen und Masse aus Belagvolumen und Konzentrationskennzahl.
φKorn = C / 400 | m = VBelag · φKorn · ρErgebnis
Eingaben prüfen und anschließend die Berechnung starten.
Die Rechnung verwendet die verbreitete Konvention C100 = 25 Volumenprozent. Herstellerbezogene Konzentrationssysteme, Beschichtungen, Poren und reale Rezepturen können davon abweichen.
19Werkzeug und SchneidstoffKornbezeichnung und SieböffnungOrdnet FEPA Bezeichnungen für Diamant und CBN einem Größenbereich zu oder zeigt eine tabellierte US Sieböffnung.
Tabellenzuordnung, keine allgemeingültige UmrechnungsformelErgebnis
Eingaben prüfen und anschließend die Berechnung starten.
Mesh, FEPA und JIS sind unterschiedliche Klassifikationssysteme. Eine einzelne Meshzahl ist keine vollständige Spezifikation einer Diamant oder CBN Körnung.
20QualitätQualitätsstatistik und ProzessfähigkeitAnalysiert eine Messreihe und berechnet Lage, Streuung sowie vorläufige Fähigkeitskennwerte.
Cp = (OSG − USG) / 6s | Cpk = min[(OSG − x̄) / 3s, (x̄ − USG) / 3s]Ergebnis
Eingaben prüfen und anschließend die Berechnung starten.
Cp und Cpk sind nur bei einem statistisch beherrschten Prozess, geeigneter Messsystemfähigkeit, sinnvoller Stichprobe und annähernd passendem Verteilungsmodell belastbar. Die Ausgabe ist eine vorläufige Rechenhilfe.